Jeder Saunagänger kennt und schätzt den würzigen Holzgeruch, der in den meisten Saunen die Nase umschmeichelt. Er ist das typische Erkennungszeichen der nordischen Fichte, auch Polarfichte genannt. Das Holz dieses skandinavischen Nadelgehölzes eignet sich hervorragend für den Bau einer Sauna, da es eine feinporige Struktur hat und durch schnelles Wachstum zu einem moderaten Preis verkauft wird.
Mit Vorbehandlung das perfekte Saunaholz
Die nordische Fichte wächst in Skandinavien, Polen und dem nördlichen Russland und kann nach rund achtzig Jahren Wachstum geschlagen werden. Auch die geringen Ansprüche an Bodenbeschaffenheit und klimatische Bedingungen sorgen für einen günstigen Preis. Wenn das Fichtenholz für knapp hundert Stunden mit Hitze um die zweihundert Grad behandelt wird, entsteht das so genannte Thermoholz. Diese Veredlung verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit, die durch Schweiß und Aufgüsse entsteht und entzieht Pilzen und Bakterien die Existenzgrundlage. Optisch erinnert eine Sauna, die aus Thermoholz auf Fichtenbasis gebaut ist, an tropische Edelhölzer und wertet die heimische Sauna auf. Durch viele Asteinschlüsse entsteht zudem ein interessantes und schön anzusehendes Oberflächenrelief, das eine angenehme Atmosphäre erzeugt. Neben diesem idealen Saunaholz eignen sich noch weitere Nadelgehölze sehr gut für den Saunabau.
Kombinationen aus verschiedenen Nadelhölzern
Ebenfalls aus dem skandinavischen Norden, insbesondere aus dem finnischen Lappland, stammt abgestorbenes Kiefernholz, das als Keloholz bezeichnet wird. Es wird insbesondere aus modischen Erwägungen heraus gewählt, weil mit zunehmendem Alter eine attraktive und immer stärker ausgeprägte Silbergraufärbung eintritt. Mit der europäischen Tanne und der kanadischen Hemlocktanne sind zwei sehr populäre Holzarten für den Saunabau geeignet. Die Außenwände der Sauna können beispielsweise aus nordischer Fichte bestehen und die Inneneinrichtung aus Tannenholz. Auch die nordamerikanische Rot-Zeder ist eine individuelle Möglichkeit, Abwechslung in die Innenausstattung zu bringen. Die dunkelrote Färbung ergänzt andere Holzfarbtöne hervorragend, vorausgesetzt der sehr eigenwillige ausgeprägte Geruch des Zedernholzes gefällt. Eine besondere Erwähnung hat noch das schnell wachsende aus Afrika stammende Abachi-Holz verdient, dass sehr gerne für die Sitzbänke gewählt wird, weil es die Wärme nicht so gut aufnimmt wie die Nadelgehölze.
Januar 12th, 2012 | Posted in Holzarten, sauna | No Comments
Yellow Balau wird auch als Balau oder Bangkirai bezeichnet. Bangkirai hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in Myanmar, Thailand, Sumatra und Borneo, hauptsächlich auf bis zu etwa 600 Metern Höhe auf tonhaltigem Boden. Angebaut wird die Yellow Balau zusätzlich noch außerhalb seines natürlichen Lebensraumes in Indien, Pakistan, Laos und Vietnam, aber auch auf den Philippinen. Frisch weist das Kernholz eine Farbe von gelblich braun bis grünlich auf. Es dunkelt nach zu einem olivbraunen Ton. Das Kernholz ist nicht immer vom Splintholz abgesetzt, das aber in der Regel eine hellere Farbe hat, die jedoch auch stark variieren kann.
Bangkirai weist eine hohe Dichte auf (bis zu 0,9 g/cm³) Das Holz ist schwer und witterungsfest, allerdings trocknet es nur langsam und neigt dabei zu Rissen. Da die Festigkeit um ca. das doppelte höher ist als bei der Eiche, ist es schwer zu bearbeiten. Das Kernholz ist beständig gegenüber Pilzen und Insekten.
Verwendung findet das Holz vor allem im Außenbereich, z.B. im Wasserbau, imprägniert wird es allerdings nicht. In Asien wird es ebenfalls im Schiffsbau und für Leitungsmasten verwendet, in Europa werden Docks und Hafenbauten mit Yellow Balau konstruiert. Auch für Gartenmöbel und Terrassenbeläge findet Bangkirai Verwendung.
April 12th, 2010 | Posted in Aktuelles, Holzarten, Tropenhölzer | No Comments
Der Teakbaum erreicht eine Höhe von 25 bis 35 Metern, manchmal sogar 40 Meter und eine Dicke von bis zu 1 Meter. Hauptverbreitungsgebiet ist Thailand oder Myanmar, Indien und Java. Auch der Teakbaum hat astfreie Stammlängen von ungefähr 20 Metern. Die Krone ist extrem dicht und setzt erst sehr hoch an. Frisch geschlagen weist das Holz zunächst einen gelben Farbton auf, später dunkelt es nach, bis es einen dunklen Braunton mit schwarzen Streifen durchzogen erreicht hat. Die Dichte erreicht bis zu 0,72 g/cm³. Teak ist extrem widerstandsfähig und trotzt Wetter, Pilzen und Insekten (sogar Termiten). Es ist nur sehr schwer entflammbar und weicht auch nicht ätzenden Säuren. Somit hat man sehr lange Freude an einem Stück aus Teakholz.
Teakholz muss nur geölt werden und nicht lackiert
Durch seine hohen, astfreien Stämme mit diesen hervorragenden Eigenschaften ist Teakholz sehr beliebt. Da das Holz über natürliche Öle verfügt, bleibt es auch ohne es nachzubehandeln ansehnlich und witterungsbeständig. Spezielle Inhaltsstoffe erschweren eine Lackierung oder Fremdfarbgebung sehr, weshalb spezielle Leime eingesetzt werden müssen. Stattdessen werden sie meist nur eingeölt. Verwendet wird es hauptsächlich als Holz für Möbel, Vertäfelungen und als Parkettböden. Durch seine extrem wetterfesten Eigenschaften wird Teakholz auch im Schiffs- und Bootbau, auch beim Bau von Häfen gerne eingesetzt. Teakholz wird nicht glitschig und ist rutschfest. Da Hartmetall bei Bearbeitung von Teakholz schnell stumpf wird, ist von der Verwendung abzuraten.
April 11th, 2010 | Posted in Aktuelles, Holzarten, Tropenhölzer | No Comments
Es gibt 3 verschiedene Palisanderholzarten. Brasilianischer Palisander oder Rio-Palisander darf seit 1968 nicht mehr ausgeführt werden. Seit 1998 steht Rio-Palisander unter verschärftem Artenschutz. Ostindischer Palisander stammt ursprünglich aus Indien, aber auch hier wurde zuviel gerodet. Er ist mittlerweile sehr selten geworden und wird seit rund 30 Jahren in Indonesien nachgezüchtet. Santos Palisander ist kein echter Palisander, auch wenn er so bezeichnet wird.

Farblich variiert Palisanderholz je nach Sorte von Dunkelrot bis Schwarz oder sogar Tiefschwarz beim Rio-Palisander (nigra). Ostindischer Palisander ist meist von dunklem violettbraunem Farbton und weist eine hohe Härte auf.
Beliebt ist Palisanderholz bei der Herstellung von Furnieren, Täfelungen und Parkett. Begehrt ist es vor allem in der Herstellung von Musikinstrumenten, hauptsächlich Xylofone oder Blockflöten, oft auch für Griffbretter von Gitarren. Aufgrund eines Übersetzungsfehlers stolpert man manchmal über “Rosenholz”- Instrumente, damit ist jedoch Holz vom Palisander gemeint.
April 10th, 2010 | Posted in Aktuelles, Holzarten, Tropenhölzer | No Comments
Mahagoni-Holz-300×225.jpg” alt=”Mahagoni Holz” width=”300″ height=”225″ />Mahagonigewächse wachsen im gesamten mittelamerikanischen Raum, hauptsächlich an der Ostküste, sowie im tropischen Südamerika. Es gibt für Mahagonihölzer auch verschiedene Handelsnamen wie z.B. Caoba oder Tabasco-Mahagoni, was aus der unterschiedlichen Herkunft resultiert.
Der amerikanische Mahagonibaum ist ein Laubbaum, welcher bis zu 40 Meter hoch und bis zu 3,5 Meter dick werden kann. Auch Mahagoni hat astfreie Stammlängen von bis zu 25 Meter. Die Borke variiert farblich von einem braunen Grau bis zu einem roten Braun und weist tiefe Furchen auf. Die innere Rinde kann von einem rosa Farbton bis zu einem roten Braun abweichen.
Mahagoniholz bekommt durch das Ölen den besonderen Glanz
Das Kernholz weist eine schöne rotbraune bis hellbraune Farbe auf. Die Dichte variiert auch von der Herkunft und kann von 0,44 bis 0,60 g/cm³ reichen. Mahagoni ist extrem widerstandsfähig gegenüber Pilzen und Insekten, was es zu einem sehr beliebten Holz in vielerlei Branchen macht. Am besten kommt Mahagoni zur Geltung, wenn es lackiert oder geölt wird. Wegen seiner Widerstandsfähigkeit wird es im Schiffsbau eingesetzt, aber auch für besonders hochwertige Instrumente. Auch im Innenausbau hat Mahagoni begeisterte Anhänger.
April 9th, 2010 | Posted in Aktuelles, Holzarten, Möbel aus Holz, Tropenhölzer | No Comments
Tropenholz-300×168.jpg” alt=”Tropenholz” width=”300″ height=”168″ />Merantiholz hat sein natürliches Verbreitungsgebiet im gesamten südostasiatischen Bereich, hauptsächlich aus den Ländern Malaysia, Sarawak, Brunei und Indonesien. Viele Umweltorganisationen kritisieren seinen Einsatz, da ein großer Teil vermutlich aus illegaler Rodung stammt. Es gibt allerdings mittlerweile auch zertifiziert nachhaltig genutzte Wälder, deren Holz mit einem speziellen Siegel ausgestattet wird.
Merantiholz eignet sich durch seine Festigkeit sehr gut für Möbel
Ein Merantibaum kann bis zu 45 Meter hoch und bis zu 1,5 Meter dick werden. Bis zu einer Höhe von 25 Metern kann es sein, dass der Baum astfrei ist. Die Farbe des Holzes variiert von einem roten Braun bis hin zu einem Gelbton oder rosagrau. Das Holz hat je nach Merantiart große Poren. Die Dichte des Holzes variiert ebenfalls, was auch die Eigenschaften des Holzes beeinflusst. Je dichter das Holz, desto dunkler die Farbe. Es gibt mehrere Merantiarten, die hochwertigste heißt Dark Red Meranti und besitzt die Festigkeit der Eiche. Da es sich sehr gut bearbeiten lässt und eine hohe Resistenz gegen Pilz oder Insektenbefall aufweist, findet dieses Holz Verwendung in vielen Bereichen. Nicht ganz so beliebt ist Light Red Meranti. Die Dichte ist geringer (0,53 g/cm³ gegenüber 0,7 g/cm³). Da es allerdings kaum noch hochwertige Bestände gibt, werden illegalerweise andere Arten des Merantiholzes hinzugemischt, was zu Verlusten in der Standfestigkeit und Lebensdauer des Holzes führen kann.
Hauptsächlich wird Meranti zum Innenausbau oder zur Herstellung von Möbeln verwendet. Durch seinen geringen Pflegeaufwand eignet sich dieses Holz allerdings auch gut für Türen oder Fenster.
April 8th, 2010 | Posted in Aktuelles, Holzarten, Tropenhölzer | No Comments